Meine Twitterer des Jahres 2012: @Prunio und @Souslik

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Mittwoch, 19. Dezember 2012
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5 min read
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Manchmal ist es so, dass man sich exakt um ein Jahr vertun kann. Hätte ich mich letztes Jahr besser konzentriert gehabt, wäre das alles nicht passiert (das war Plusquamperfekt, glaub ich). Vielleicht war es aber auch einfach so, dass sich zu viele für die Nominierung meines «Twitterer des Jahres 2011» geeignet hätten. Wie dem auch sei, ich möchte euch hier meine beiden Gewinner des diesjährigen Titels «Gold Master Twitterer und Social Media Aficionados 2012» in der Kategorie «Private Online Twitter Performance Branding Efficiency» vorstellen: @Prunio & @Souslik!

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Die beiden Herren sind gewaltig. Nicht in ihrer Grösse, nein. Die beiden sind ja eher kleinwüchsig geraten (im Vergleich zu mir, hehe). Aber gewaltig darin, was sie taten und tun. Unterdessen führen die beiden Herren wohl über 1000 verschiedene Blogs und Microsites, bekannt sind bis heute zum Beispiel der Blog ihrer genialen #RLtour www.rltour.com oder ihr Online-Magazin pruslik.com. Followermässig ziehen die beiden gepflegten Purschten ziemlich ab und brachen sämtliche Rekorde: @souslik zählt heute bereits deren 5697, @Prunio bringt es dank ein paar polnischen Linkfarmen sogar auf 7196 Follower. Das ist tatsächlich eine grandiose Tellerwäscher-Karriere der beiden. Beispiele gefällig? Geht doch auf Favstar: favstar.fm/users/prunio oder favstar.fm/users/souslik.

Ich hatte das unglaubliche Vergnügen die beiden Herren zu einem Interview zu bewegen. Also wir standen vorwiegend. Bis zum Schluss. Doch lest selbst:

Interview mit @Prunio & @Souslik zur Auszeichnung GMT und SMA 2012
Es ist ein verregneter Sonntag im Dezember. Die Sonne scheint grell vom Himmel und weit und breit ist keine Wolke zu sehen. Ich tappe seit über einer Stunde durch ein vereistes Skigebiet in den elsässischen Nordalpen. Der Skilift gibt ein beständiges Surren von sich und immer wieder dieses –RRRRRATTTATATATA– wenn eine Kabine über den Mast in meiner Nähe rattert. Eine Krähe kämpft mit einem verlorenen Handschuh, während ich im Tiefschnee zwei grellgekleidete Gestalten erblicke die auf mich zurasen. Mit einer leicht übertriebenen Vollbremsung werde ich eingepulvert, der Geruch von Zwetschgenschnaps und Fondue steigt mir in die Nase. Die beiden Herren stehen nun in voller Snowboard-Montur vor mir, während ich in meinem ehemals schwarzen Anzug grausam friere. Wir tauschen ein paar oberflächliche Höflichkeiten aus und singen kurz die Nationalhymne von Polen, bevor ich mein iPad zücke und meine Fragen stelle:

Hallo. Wer von euch ist wer? Könnt ihr vielleicht kurz anhand eurer äusseren textilen Erkennungsmerkmale Tipps geben, wie ich euch auseinander halten kann?

Prunio: Es ist in der Tat nicht ganz einfach, uns auseinander zu halten. Nachdem sich auch Souslik einen Schmetterling auf den Hintern tätowieren liess, unterscheidet uns nur noch die Länge des…

Dworni: Jesses!

Prunio: …Fussabstandes auf unseren Snowboards.

 

Ihr erhaltet dieses Jahr beide von mir die Auszeichnung «Gold Master Twitterer (–RRRRRATTTATATATA–)  2012» in der Kategorie «Private Online Twitter Performance Branding Efficiency». Was bedeutet euch dieser Preis?

Souslik: Wir… nun… (bricht in Tränen aus) … es ist unbeschreiblich. Jeder Twitterer lügt, wenn er sagt, dass er nicht davon träumt, eines Tages den «Gold Master Twitter und Social Media Aficionados 2012» zu holen. Das wir das nun bereits in so jungen Jahren mit gelogenen 21 geschafft haben ist einfach… also… (fällt heulend zu Boden)

Okay, das reicht. (Souslik steht wieder auf und klopft sich den Schnee von Knie). Nächste Frage: wenn ihr nochmals eure Twitter-Accounts neu aufsetzen könntet, was würdet ihr anders machen?

Prunio: Ich würde auf Rätoromanisch twittern, im Sursilvaner Idiom. Das versteht kaum einer und mir blieben viele dämliche Replies erspart.

 

Oh, sehr schöne Wa (–RRRRRATTTATATATA–) ber Prunio, laut einem hartnäckigen Gerücht habt ihr beide seit eurer #RL-Tour 2011 eine beachtliche Anzahl Liebhaberinnen weiblicher Follower in der Bundesrepublik Deutschland. Wieviel Wahrheit steckt (hihi) dahinter?

Prunio: Da ist schon was dran. Aber wir waren ja nicht nur in Deutschland unterwegs. Und ausserdem sind unter unseren Followern nicht nur Frauen. Übrigens, der süsseste Mann lebt definitiv in Graz.

 

Mal eine ganz andere Frage: wann hattet ihr zum letzten Mal Sex?

Souslik: In Graz.

Dworni: Oh…

Prunio: Und ich hoffe nicht, dass ich mein letztes Mal Sex schon hatte.

Souslik: Das mag jetzt viele Leser erstaunen aber wir (–RRRRRATTTATATATA–) und davon gibt es im Internet sogar ein Video.

 

Okeeey, anders gefragt: in welchen Momenten fühlt ihr euch am glücklichsten? Oder noch anders gefragt: mögt ihr Nutella?

Souslik: Nutella ist neben Katzenbildern, Favstar und Peter Breuer einer der vier Grundpfeiler von Twitter. Die Identifikation mit diesem subkulturellen Unterbau ist für einen medienadäquaten Zugang zu neuen Gesellschaftsformen speziell in geografisch dispersen und fakultativen Öffentlichkeiten absolut imperativ. Oder anders gesagt: Nutella schmeckt schon echt lecker.

 

Danke für diese Richtigstellung. Nutella hat ja hierzulande auch mitunter einen nuttigen Ruf. Nun zu einem ernsthafteren Thema: zur Zeit ist ein tragischer Trend bei den jungen Damen zu verzeichnen, dass sie sich im Pausenhof und in der Discothek der Schnappatmung bedienen. Was haltet ihr von diesem nicht ungefährlichen Trend?

Prunio: Ich stehe dem, respektive denen, gelassen gegenüber.

Souslik: Und doch ist es tragisch. Diese jungen Mädchen wurden als Kinder von Schnappi sozialisiert und schaffen es heute nicht, aus ihren tiefenpsychologischen Mustern auszubrechen. Auf der anderen Seite darf man nicht vorschnell die Moralkeule schwingen. Ich war früher selber oft eingeschnappt.

 

Oh, das tut mir aber leid. Verstehe. Besten Dank für das Interview. Nun, ich mö (–RRRRRATTTATATATA–) lle darauf eingehen, dass ihr hier noch Grüsse an eure Follower richten könnt. Bitteschön.

Souslik: Herzliche Grüsse… (irgendwo in der Ferne bellt ein Hund)

Prunio: Ich m (–RRRRRATTTATATATA–) ssen.

Ich bitte die beiden bis oben vermummten Elite-Twitterer noch für ein Abschiedsfotos zu posieren. Die Stelle, an der wir stehen ist so glatt, dass die Beiden nach ein paar ungelenken Bewegungen aufeinanderfallen und unverständliche Grunzlaute von sich geben. Ich drücke ab, verabschiede mich ebenfalls mit einem Grunzen und rutsche auf meinen Holzskieren runter zur Bergstation. Irgendwie verdammt cool die Beiden. Und doch freundlich geblieben. Obwohl sie längst nicht mehr Teller waschen. Favstars halt.

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