Leben für die Aliens

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Mittwoch, 02. Mai 2012
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Wir bewegen uns durch den Alltag und sind online. Unser iPhone ist nichts Exklusives mehr, aber immer noch das beste Smartphone. Es ist unsere kabellose Nabelschnur zu den Internetmitmenschen da draussen. Kleine quadratische Fotos verstecken sie, diese, von denen wir mehr zu erahnen meinen als wir tatsächlich wissen. Texte täuschen uns ein Bild über sie vor. Missverständnisse, Botschaften zwischen den Zeilen die gar nicht da sind, unglücklich formulierte Meinungen oder einfach nur zwangsläufig abgeschickte Platzhalter um Aktivität vorzugaukeln. Wir berieseln uns via Kopfhörer mit Musik die unsere Umwelt übertönt, wir sehen statt aus dem Zugfenster die neusten Blogbeiträge zu unseren Lieblingsthemen an und tauchen am Arbeitsplatz in unsere Software ab.

Andererseits leben wir in einer Zeit, in der sich technische Automatismen noch nicht so weit entwickelt haben, dass Meldungen wie “Ihre Bestellung konnte nicht automatisch verarbeitet werden” von unseren Bildschirmen verschwinden. Computer brauchen nach wie vor fühlbare Zeit um Dinge zu verarbeiten. Wenn man so will, stecken wir diesbezüglich noch immer im Mittelalter der Computergeschichte fest. Die Industrie hält uns mit Automobil-Studien bei Laune und gleichzeitig längst Wasserstoff-Fahrzeuge im Hinterhof bereit. Doch solange da irgendwo noch Erdöl sprudelt dreht sich die Erde genauso weiter wie heute.

Früher war es das “Jahr 2000”, welchem in Schulaufsätzen ganze Phantasiegeschichten gewidmet werden musste. Damals vermutete man weniger, dass sich die Informationsmöglichkeiten so explosionsartig entwickeln würden. Vielmehr füllten neue Autos, mächtigere Flugzeuge und moderne Behausungen die Zukunftsvisionen.

Trends kommen und gehen, leben auf und verschwinden wieder. Alles ist ein Remix. Wenn sich das auch in Zukunft weiter so verhält, steuern wir geradewegs auf ein neues Hippie-Zeitalter zu. Diesmal ist es nicht die Regierung und die Gesetze von denen wir uns abwenden, sondern die Technik. Ein Gegentrend zu Burnouts, Internetsucht und dem trügerischen Gefühl zu Leben obwohl das Leben an einem vorbeizieht. Während man Blogposts wie diesen liest. Eigentlich alles logische Überlegungen. Nichts Neues. Aber es sind vielleicht Worte, die diese Macht in uns tief drinnen anstubst, welche Menschen dazu bringt, Dinge zu revolutionieren und unsere Erde zu beleben, ohne das allfällige Aliens auf Besuch verständnislos den Kopf schütteln würden. Amen.

Tagged: Leben
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