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Lesezeit: -  Veröffentlicht am5. Oktober 2013










Zypern, Flitterwoche, Badeferien, Traumstrand, Familie, Essen, Schlafen, Baden, Relax & Rolex. Alles andere bleibt geheim.

Veröffentlicht von: David Blum in Read
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David Blum

Lesezeit: -  Veröffentlicht am8. November 2011


Tschüss, bis nicht so bald.

Nach über einem Jahr ohne Ferien, werde ich mit meiner Traumfrau nach Thailand fliegen. Mit der Thai Airlines. Man sagt, dass dort bereits während des Flugs Massagen von Stewardessen und frisch geöffnete Kokosnüsse vom Captain inklusive wären - wir werden sehen.

Erst besuchen wir einige Tage Bangkok, blicken vom Luxus-Hotel aus der Lounge im 3723igsten Stock über eine Stadt, welche gleichviel Einwohner wie die ganze Schweiz hat und gönnen uns leckere Thai-Snacks wie zum Beispiel Leguan-Hotdogs und ein Glas frischgepressten Hongigkuchenpferdesaft.

Danach fliegen wir ein Stück weiter runter in den Süden und lassen uns für zwei Wochen die Palmen in Khao Lak ins Gesicht schaukeln. Vielleicht wird auch der eine oder andere Hummer statt unter dem Tisch über den Teller laufen. Wer weiss. Ich werde in leicht geöffnetem weissen Leinenhemd wie Pierce Brosnan süffisant lächelnd an der Beach-Bar leckere Fruchtdrinks für meine Frau besorgen, welche sich von Doktorfischchen gerade eine Pedicüre verpassen lässt. Während ich ein kühles Bier…

Herrlich. Tschüss, bis nicht so bald.

Veröffentlicht von: David Blum in Read
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David Blum

Reisebüros sollte man neu erfinden

Lesezeit: -  Veröffentlicht am6. Oktober 2011

Wer heute eine Reise plant, der beginnt im Internet. Ich weiss nicht, wie ihr das macht, ich pflege dies jeweils so anzugehen. Ich beginne bei Google nach irgend welchen Reisedestinationen zu suchen, welche meinen Wunschvorstellungen entsprechen. Oder ich zumindest meine, dass sie es tun.

Grenzenloses Reisebüro Internet

Gerade jetzt, als ich meine Australien-Ferien wegen Krankheit canceln musste, suchte ich, also wir, nach einem würdigen Ersatz. Meer, Wärme, kein Hotelbunker, Wellness, zweidrei Ausflüge, keine ewige Flugreise. Im November.

Also einigten wir uns bald mal auf Bali als Destination (welche im November gar nicht empfehlenswert ist, da zu starke Ebbe/Flut. Aber das stand da nirgends im Internet). Googelten wie wild, verglichen Angebote, ich bekam via Facebook viele Tipps – nach einer Weile wussten wir nicht mehr, wo’s weitergeht. Das Internet ist voll von raffinierten Fotos, Reiseportalen, Ratgebern und Ratingportale. Es braucht unendlich viel Zeit, sich hier den Durchblick zu verschaffen. Und Nerven. Etwa soviel, dass man gleich eine Woche Ferien verlängern muss, um sich davon zu erholen.

Dann halt doch Reisebüro

So spazierten wir ins Reisebüro. Kuoni. Gleich mal so richtig, dachten wir. Wir sind ja Millionäre und so. Nun, die gute Dame laberte uns etwa 20 Minuten voll, erklärte uns, welche Reiseziele für uns nicht unbedingt in Frage käme. “Die ganze Küste hier würde ich euch nicht empfehlen”. Oder “Ägypten ist sicher schön, wird aber abends kalt”. Super. Herzlichen Dank für diese Informationen. Ich wollte schon immer wissen, wohin ich nicht will.

Nach einer geschlagenen Stunde verlangten wir dann mal was zum Trinken. Das fand die Dame eine gute Idee, so konnte sie auch gleich auf dem Weg den Asien-Prospekt vom Regal holen. Wurde auch Zeit. Nun, wieder das gleiche Spiel: sie beschrieb wieder ausführlich, wo wir in Thailand nicht unbedingt hin sollten. “Hier, die Bucht da, vorwiegend Hotelbunker und Sextourismus”. Aus heiterem Himmel wollte sie immer darauf schauen, dass wir abends auch “in den Ausgang” könnten. Heia, wir haben das zwar nicht erwähnt, aber da wir beide nach Redbull stanken und T-Shirts mit der Aufschrift “Pogo-Tusse” und “Atze-Party ohne ENDE” trugen, war das ja irgendwie offensichtlich.

Ziellose Beratung

Also kreuzte sie uns ein paar Hotel-Bunker an (obwohl wir erwähnten, dass wir… ach, egal). Bei den Hotels, die sie nicht kannte, das heisst, in denen sie noch nie war, schrieb sie ein Fragezeichen hin. Bald einmal merkten wir, dass die gute Frau einen ziemlich anderen Geschmack bezüglich Hotelarchitektur hatte, aber was will man da machen.

Meine Frage, ob es auch möglich wäre, statt von Zürich zum Beispiel von Frankfurt oder München zu fliegen, löste bei ihr regelrechte Entrüstung und einen 10-minütigen Vortrag über eingekaufte Flugkontingente und weissichwas aus. Vermutlich hörte ich gar nicht genau zu.

Schliesslich verliessen wir das Reisebüro, total erschöpft, in der Tasche ein Kuoni Asien-Katalog mit ein paar angekreuzten Hotels in Thailand drin.

Wer jetzt schon öfters in Reisebüros war (ich war erst zum 2. Mal da), der zuckt nun wohl mit den Schultern und meint, das sei halt so. Was will ich denn überhaupt? Was ich will? Wie mein Traumreisebüro funktionieren würde? Das verrate ich euch gerne:

Mein Traumreisebüro - nennen wir es völlig billig DreamTravel

Telefonat: “Herzlich Willkommen bei DreamTravel, mein Name ist Sonja, was kann ich für dich tun?” “Hallo Sonja, ich hätte gerne einen Termin in der Explorer-Lounge, am besten am Samstag oder Sonntag” “Sehr gerne, am Samstag um 16:30, sonntags um 14 Uhr oder 15 Uhr hätte ich noch was frei” “Ok, gerne sonntags 15 Uhr, zwei Personen” “Sehr gerne, bis bald!”

Sonntags, 14:55 Uhr, DreamTravel Aarau: wir betreten das grosszügige Foyer und werden von einer netten Dame am Empfang begrüsst. Sie fragt uns nach unseren Wünschen. “Wir haben einen Termin um 15 Uhr in der…” “…Explorer-Lounge, Frau Blum und Herr Worni? Bitte folgen Sie mir”, lächelt sie und tippt etwas in ihr mobiles Buchungsgerät.

“Darf ich Ihnen etwas zum Trinken bringen? Cola, Tee, ein Kaffee, für den Herr ein Bierchen vielleicht?” “Danke, gerne einen Tee und ein Bier” “Kommt sofort, gerne können sie sich von unseren Snacks was aussuchen. Wir haben frische tropische Früchte, Sushi, geröstete Haselnüsse oder belegte Brötchen. Ich bin gleich wieder da.”

Wir lehnen uns in den gemütlichen Ledersesseln zurück und blicken uns um. Insgesamt gibt es 5 Beratungs-Lounges, einen VR-Room und eine coole Wand mit Live-Cams aller wichtigen Flughäfen der Welt. Schummriges indirektes Licht, es duftet wie in einem SPA-Hotel und ganz dezente Hintergrundmusik ist zu hören. Und Wasserfälle. Und Froschquaken ab und zu.

Freundlichkeit aus Holland

Die Empfangsdame ist zurück und schenkt uns unsere Getränke ein. Wir bestellen Sushi und Früchte, als unser Explorer-Berater auftaucht. “Hallo ich bin Jan” begrüsst er uns mit holländischem Akzent. Braungebrannt, gibt uns die Hand und lässt sich lässig in den dritten Sessel fallen. “Wie ich eben sehe, seit ihr zum ersten Mal hier” meint er, während er den Computer vor sich mit den Fingern beklappert. Neben uns an der Wand blendet sich langsam eine einsame Meeresbucht ein, darüber steht in den Himmel geschrieben “Welcome Nicole Blum and David Worni - where do you want to go tomorrow?"

Jan grinst wieder und meint, wer zum ersten Mal hier sei, könne sich am Schluss etwas Cooles aussuchen. Ein Strandtuch zum Beispiel oder eine Sonnenbrille. Nice, denke ich, das Bier schmeckt lecker!

"Okay, während eure Snacks frisch zubereitet werden, legen wir mal mit der exakten Definition eurer Wunschferien los. Ich, also unser Explorer-System hier stellt euch jetzt ein paar Fragen, ich werde die Antworten für euch eintippen. Das dauert maximal 5 Minuten, je nach dem wie einig ihr beide euch seid… hehe”, sagt er und grinst wieder schelmisch.

Frageassistent mit Intelligenz

Danach folgen cool aufbereitete Fragen zu Budget, Ferienart, Unterkunftsart, Reisezeit, Essen, Aktivitäten, No-Gos, Wetter undsoweiter. Jan tippt fleissig die Antworten ein oder klickt sich durch die entsprechend vorgegebenen passenden Antworten.

Tatsächlich sind wir nach 6 Minuten fertig, unsere Snacks kommen und Jan murmelt zufrieden “Seeehrr chuut”. “Also, gemäss euren Wünschen ist Thailand eure Traumdestination mit ungefähr 240 Angeboten. Okay, passt das erstmal?” Wir nicken beide und geniessen unsere leckeren Snacks. “Ich werde euch jetzt drei Hotels vorstellen, welche Bungalows haben, in eurem Reisebudget für die vorgegebene Zeit sind und die mir das System gemäss euren Design-Antworten aus der Fragerunde empfiehlt. Es sind ein günstigeres, ein mittleres und ein Deluxe Hotel bei den drei dabei. Also, hier das Erste…”.

Multimedia-Demo statt Prospekte

Neben uns an der Wand beginnt ein Film zu laufen, der das Hotel und die Umgebung vorstellt. Der Film dauert knapp zwei Minuten. Anschliessend zeigt uns Jan noch Schnappschüsse, die von Touristen gemacht wurden (vermutlich aus der Flickr-Suche), erzählt uns noch ein paar Details und druckt uns auf einen A4 farbig einen Steckbrief mit dem ganzen Angebot inkl. Flüge und Taxen, sowie einen Strichcode aus.

Dieser Ablauf wiederholt sich noch zweimal, das Deluxe Hotel haut uns klar aus den Socken. Ich will sofort buchen, wohl wegen dem Bier, ich finde alles super und möchte Jan am liebsten umarmen. Zum Glück hat meine Traumfrau Tee getrunken und meint, wir würden uns das gerne zuhause überlegen. Jan lächelt zufrieden und meint, dass er das uns sowieso empfehle. Wir könnten dann auch einfach auf dreamtravel.com oben rechts den Code unter dem Strichcode eingeben und würden sofort im System landen. Dort können wir ihm auch via Direktmessage Fragen stellen oder Anrufen, sein Kontakt werde dort automatisch erscheinen. Die Angebote hätten eine Gültigkeit von einer Woche, danach müsste man die nochmals vor Ort checken, resp. verlängern.

Zufrieden und glücklich verlassen wir nach 40 Minuten das Reisebüro. Drei perfekt passende Angebote dreier Preisstufen (und zwei kuschelige Strandtücher) in der Tasche, welche wir selbst online buchen können. Was will man mehr?

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David Blum

Lesezeit: -  Veröffentlicht am22. August 2011


Das Zirpen der Grillen, der herbe Duft von sonnenerhitzten Tannennadeln, vermischt mit einer Note von Flechten; wir wandern ohne grosse Anstrengung einem wunderschönen Weg entlang, rechts unten das grosse Tal, rundum riesige Berge, mächtig und sich immer wieder der Schätzung entziehend, wie weit weg sie denn sind. Der Himmel ist strahlend blau, es ist Sommer, Ende August, im Rucksack Picknick und Traubenzucker mit Bananengeschmack.

Es ist lange her, seit ich begonnen habe, mir wieder solche Momente herbeizuwünschen. Eine zeitlang war es wohl uncool. Danach fehlte mir die Zeit, mir bewusst zu werden, dass ich mir die Zeit dafür nehmen sollte. Und nun stehen wir da, nachdem wir ein paar hundert Meter durch die glühende Hitze des Bergsommers dem Hang entlang gewandert sind. Wir stehen da vor einem Wasserfall, besser als die teuerste Klimaanlage der Welt, schöner als die teuerste Gartenanlage eines chinesischen Restaurants; die Natur plätschert ein Lied für uns hin, wir grinsen einander an und bekommen Gänsehaut vor Freude. Vermutlich würde uns jetzt ein spontan auftauchendes Einhorn nichtmal überraschen.

Zum Glücklichsein gehört das Bemerken, dass man es gerade ist. Und dafür brauchte es bei mir nun eine gehörige Überdosis Glück. Also nicht über. Das kompensiere ich locker. Und wenn ich zuviel Glück haben sollte, gebe ichs automatisch weiter, versprochen. Das ist wie bei den Vitaminen. Darum möchte ich euch den Glücksweg verraten (Achtung, Dialekt). Aber psst, behaltet ihn für euch. 

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David Blum

Lesezeit: -  Veröffentlicht am19. Februar 2011


London dreizehn Jahre später*. Ich war in den letzten Tagen zu Besuch in der Stadt der Taxis und der roten Doppelstockbusse. Dank den Lokalkenntnissen meiner Begleitung platzierten wir uns in einem Billighotel zentral bei der U-Bahn Haltestelle Kings Cross. Dank dem billig war das Zimmer so klein, dass man zum Zähneputzen das Bett zusammenklappen musste.

Aber egal, wir wollten ja Dinge käuflich erwerben, des günstigen Wechselkurses und der Auswahl in dieser Stadt wegen. Im Gegensatz zu ihr kaufte ich nicht 300 Schuhe, sondern etwa 500 Hemde. Was jetzt komplett übertrieben ist, aber ihr wisst ja um diese meine Vorliebe. 

Ich könnte jetzt noch mehr von London erzählen, doch da draussen scheint grad die  Sonne durch die Junkerngasse runter. Ich entschuldige mich also und schicke euch zur London-Flickr-Diashow, sollte es bei euch regnen. Cheers.

*vor ungefähr 13 Jahren war ich in London, damals Schulreise, war in A. verknallt statt S. die zuhause auf mich wartete treu zu bleiben. Also treu, ich blieb ja treu, da A. nichts von mir wollte, damals. Vielleicht auch weil S. ihre beste Freundin war. So hörte ich halt Simple Minds auf meinem Diskman und guckte verklärt durch die Landschaft. So war das.

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Lesezeit: -  Veröffentlicht am5. Dezember 2010

Unterwegs als Hoteltester. Es ist Samstag, ein winterschöner Sonnentag im Dezember, eisige Kälte mit Biss. Ich packe ein paar Dinge, die sich für eine Hotelübernachtung eignen. In zwanzig Minuten bin ich in Bern angekommen und checke freundlich empfangen im Hotel Allegro, welches zum Kursaal gehört, ein.

Mir wurde angeboten, für eine Nacht das Angebot dort kostenlos testen zu dürfen. Vermutlich weil ich über Twitter und Facebook Menschen Bilder davon schicken und diesen Blogbeitrag schreiben könnte. So genau weiss ich das nicht, aber ein solches Angebot liess ich mir für einmal nicht entgehen. Für eine Nacht mal ein wenig Luxus, kann man machen. Ich beschreibe nun kurz wies war, was sich ab den Fotos oben ablesen lässt, lasse ich vermutlich aus.

Zugeteilt wurde mir die Junior Suite «Einstein», zuoberst im vierten Stock mit der besten Hotelaussicht auf Bern. Die Wände schmücken historische Fotos und Informationen zu Albert Einstein, welche ich mir ehrlich gesagt nicht genauer anschaute, sondern dies als zu Bern passende und geschickte Innendekoration notierte (inklusive der berühmtesten Formel der Welt “E = mc²”, zu Einstenis 1905 veröffentlichten Speziellen Relativitätstheorie).

Nebst einem grosszügigen Bad mit Sprudelbadewanne und Dusche, gabs natürlich auch eine Minibar, zwei Fernseher, eine Musikanlage sowie einige Telefone. Weiter beschreibe ich das Zimmer nicht, dafür habe ich eine spontane Videoaufzeichnung gemacht, welche ohne Ton etwa gleichviel Einblicke gibt:

[youtube=http://www.youtube.com/v/IjE-nU7NqEc?fs=1]

Nach einer kurzen Führung durchs Kursaal Grand Casino, erklärte mir uns eine nette Dame die Regeln zu Roulette und Black Jack. Beim Demo-Spiel verdreifachte ich kurz mal meinen Einsatz, bei Black Jack verlor ich im Nu alles (Spiel)geld. Anschliessend hätte ich mich mit einem geschenkten Grundeinsatz von 10.– mit dem eben Gelernten zu den Spieltischen begeben können, jedoch knurrten die Mägen und man begab sich zum Fondue Chinoise, wo man so lange essen durfte, wie man konnte (gehörte zum Grand Casino Arrangement). Nebst ein paar unsicheren Aushilfskräften (es war irgend ein Grossanlass) eine durchaus angenehme Art, den Abend kulinarisch abzuschliessen (dieses «nebst» wurde aber mit offeriertem Amarone wiedergutgemacht).

Wäre ich Tourist oder hätte ich einen Kongress in Bern, dürfte das Hotel Allegro mit diesem Zimmer eine absolut perfekte Art und Weise sein, sich zu unterhalten, zu essen (es gibt da auch noch ein Sushi- und Italo-Restaurant) und angenehmst zu übernachten. Denn die Lage ist nicht nur von der Aussicht her ziemlich geil, sondern man ist nach ein paar Barbesuchen in der Berner Altstadt in fünf Minuten zu Fuss wieder im Hotelzimmer. Besser wäre nur noch, in der Altstadt zu wohnen. :-)

Veröffentlicht von: David Blum in Read
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