Juni 16, 2015Comments are off for this post.

Zucker ist ein Arschloch

Zucker ist ungesund. Das wissen alle. Die Schäden, die Zucker in unserem Körper zu verursachen vermag, sind zwar sehr vielfältig, jedoch schwer mess- und objektivierbar. Die wohl bekannteste Folge von übermässigem Zuckerkonsum ist die Übergewichtigkeit. So sind laut einer Untersuchung hierzulande rund 57 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen übergewichtig. Bei Kindern und Jugendlichen bringt jeder Fünfte ungesund zuviel auf die Waage. Es ist an der Zeit, dass wir den Zucker aufs Korn nehmen.

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März 24, 2015Comments are off for this post.

Warum es gesund ist, krank zu sein

Lebe ich gesund? Tue ich was für mich? Mache ich das Richtige aus meinem Leben? Auf solche wichtigen, aber auch unangenehmen Fragen kommt man kaum beim Lesen von Gratiszeitungen. Solche Gedanken macht man sich nicht, nach einem durchgefeierten Wochenende oder während der Arbeit. Solche Fragen drängen sich nicht auf, die können wir uns ja morgen stellen. Oder übermorgen.

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November 9, 2013Comments are off for this post.

Warum ich mit dem Rauchen aufhören wollte

Warum ich mit dem Rauchen aufgehört habe und wie ich mich heute fühle.

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Oktober 7, 2013Comments are off for this post.


Der Ansporn am Arm
Sind wir doch ehrlich: wir möchten besser werden. Dafür hören wir neugierig zu, wenn uns etwas interessiert. Wir halten inne, wenn wir etwas sehen, was wir bisher nie gesehen haben. Wir ärgern uns über Fehler die wir machen, meistens mehrmals. Wir sind immer auf der Suche danach, besser zu werden. Effizienter, schöner, schneller, liebenswerter, berühmter, relaxter, ausgeglichener, intelligenter, cleverer, reicher, zufriedener und vielleicht ein bisschen göttlicher.

Der Wunsch besser zu werden ist Dauerthema und ständiger Lebenspartner. Dieses Besser ist immer relativ zur aktuellen Selbstwahrnehmung. Je treffender diese ist, desto klarer und effizienter können wir unsere Verbesserungswünsche als Ziele setzen. Doch Selbstwahrnehmung ist nur über Mitmenschen möglich. Wir vergleichen uns dauernd und denken und bewegen uns im Kontext zu unserem Umfeld. Wir hassen Kritik die genau ins Feld der Verbesserungswünsche trifft. Und wir lieben Lob der genau dasselbe unterstreicht.

Herr Blum macht Sport
Auch ich will besser werden (Einige halten das zwar für unmöglich). Da ich Technologie von heute mag und die von morgen liebe, nutze ich seit längerer Zeit mein iPhone und die App Runkeeper um mein Ziel, körperlich in Bewegung zu bleiben zu erreichen. Das funktioniert sehr gut wie ich meine. Ohne Runkeeper wäre ich nie 17 km den Grand Prix Bern gerannt oder würde regelässig so häufig Joggen. Zudem kann ich mich in der App mit ähnlich un- und sportlichen Twitterern und Facebooklern befreunden und weiss so in etwa, wo ich konditionsmässig stehe.

Die Fitness-Armbänder
Seit einiger Zeit sind nun sogenannte Fitness-Armbänder käuflich, die eine ähnliche Idee simplifiziert verfolgen: den Träger zu mehr Bewegung animieren. Folgende Fitness-Armbänder sind momentan erhältlich:

 

Polar Loop

Weiter sind auch ansteckbare, am Gürtel festclipbare Tracker oder als Uhr vermixte Smartwatches erhältlich. Ich entschied mich nach einigen Vergleichen für den Kauf eines Fitbi Flex Armbandes, da mir das Nike Fuelband zu kindisch und das Jawbone Up zu klobig designt war.

Fitbit Flex im Test
Das Einrichten des Fitbit Flex ging schnell vonstatten, dank Bluetooth kann das Band sich automatisch mit dem Computer, Tablet oder Smartphone synchronisieren. Via Online-Portal und einer App kann man seine Schritte und den Schlaf tracken und auswerten lassen. Die Aufzeichnung schien mir jeweils etwas beliebig, aber so ein Armband ist ja auch keine Schweizer Uhr, sondern ein Mini-Computer der Bewegungen aufzeichnet, welche nachträglich aufgrund von Bewegungsmustern und wohl hochkomplexen Formeln zu vermuteten Schritt- und Schlafkadenzen errechnet werden.

Zu Beginn war ich zugegebenermassen fasziniert von dem Armband. Ein paar mal ertappte ich mich sogar dabei, extra mal einen Umweg zu laufen oder freiwillig den Kehrricht-Sack runterzubringen. Nach etwa drei Wochen wurde das Konsultieren der Statistiken immer weniger und mein Interesse an diesen schwand. Ich konnte aus den Statistiken weder unerwartete Erkenntnisse abgewinnen, noch habe ich mich dafür extra mehr bewegt. Denn die Software konnte in mir mit der sehr banalen Gamification nicht genug Motivation wecken, dass dies gelungen wäre.

Über das passive Tracken via Armband hinaus könnte man zusätzlich mit der App oder online täglich aufgenommene Nahrungsmittel (Kalorien), getrunkenes Wasser und sein Gewicht protokollieren. Wenn man denn genug Nerven und Musse dafür hat.

Fitbit Force
(Fitbit Force, vorerst US only)

Nichts Neues
Nach dieser doch relativ kurzen Testzeit, liess ich eines Tages das Fitbit Armband genervt zuhause liege und schritt befreit zur Arbeit. Es war, als würde ich Fesseln ablegen. Gefangen im Wunschgedanken, dass ein Stück Plastik am Arm mir helfen würde mich zu verbessern. Stattdessen verschwendete ich aber nur wertvolle Freizeit dafür, um zu kontrollieren ob das Fitbit auch das aufgezeichnet hat, was ich vermutete was es aufzeichnen sollte.

Ich wurde gefragt «ja, warum hast du’s denn gekauft? Was hast du erwartet?» Nun, meine Lieben. Ich hatte genau die Hoffnung, mit der eben Kasse gemacht wird: dass ein kleines Armband mir das Tor zur käuflichen Gesundheit und Glückseeligkeit bis zum Lebensende öffnen würde. Doch die viel genannte User Experience, wie es zu neudeutsch so schön heisst, liess mein Inneres leer und bescherte mir kaum einen emotional positiven Moment oder gar eine anhaltende Motivation.

Tipp: schnallt euch ein Stück Leder an den Arm, hängt einen Haifischzahn dran und rennt rum wie Crocodile Dundee. Glaubt mir, ihr bewegt euch mehr und cooler.

März 3, 2012Comments are off for this post.


10 Meilen ≠ 10 Kilometer. Heute morgen joggte ich. Ich jogge einigermassen regelmässig einmal pro Woche, weil ich sonst dick und hässlich werde. Das möchte ich verhindern, da dies ein Zustand ist, den ich verhindern kann.

Nun, so joggte ich heute morgen also der Aare entlang, schoss dieses Foto oben, welches locker ein Kalenderbild einer kirchlichen Organisation hergeben würde. Heute schaffte ich endlich mehr als 5 km, nämlich 7. Nächstes Mal dann 10, das wäre dann meine Zieltrainingsstrecke.

Zudem gehe ich nöiderdings mindestens einmal pro Woche ins Fitnesszentrum, es heisst ASS. Ich tue das, weil ich täglich 8 Stunden auf einem Bürostuhl sitze und ich wieder die körperliche Gewandheit zurückerlangen möchte, mit der ich einem wütenden Büffel in freier Wildbahn locker ausweichen und eins auf die Zwölfe geben konnte.

Wie dem auch sei, der @helmchenx ruft zum diesjährigen Run like a Geek auf (gehashtagt mit #rlag), trage dich doch hier ins Doodle ein wenn du auch dabei bist (es fägt sehr).

Nun, ich meldete mich heute euphorisch an: nicht für den Altstadt-GP sondern den 10er. Ich meinte tatsächlich, es handle sich um 10 KM (logisch, da der Altstadt-GP 5 KM ist). Ehm, es stellte sich heraus, dass es sich um 16 MEILEN KILOMETER HANDELT HERRGOTTNOCHMAL!

Hkäm, ich bin dann mal am trainieren…

Update: vor lauter Verwirrung schrie(b) ich zum Schluss noch Meilen statt Kilometer. Sport macht dumm.

September 27, 2011Comments are off for this post.


Dummes Papier. Darauf werden in der Schweiz tagtäglich in Arztpraxen, Spitälern und anderen Gesundheitseinrichtungen wertvollen Informationen mit Kugelschreiber, meist in unleslicher Doktorschrift festgehalten. Pro Arzt ein Dossier, pro Spital ein Dossier (hier in der Hirslanden-Klinik seit Februar digital, ausser Intensivstation), pro Klinik eine Fiche.

Ich besuchte wieder einmal das Spital, unfreiwillig klar, Aufnahme via Notfallstation (das ist der normale Weg, wenn man sich selbst einweist). Fragerei am Notfallschalter, Datenaufnahme, Erfassung meiner Kontaktdaten, Krankenkasseninfos und wasweisich.Später liege ich da, erster Arzt frägt um die akute Lage, nur kurz, dann will er meine Krankengeschichte wissen. Einstündiges Interview, Wasser trinken dürfe ich noch nicht, da sie nicht wissen was ich habe.

Danach warten auf freies Zimmer. Neuer Arzt kommt, Stationsarzt, die Fragerei geht von vorne los. Später als ich im Zimmer bin, Ärztevisite, die gleichen Fragen, zum Dritten. Wie oft ich denn das, wann ich die oder jene Operation hatte, warum, wo, in welchem Spital, wie hiess der Arzt und wie war das Wetter damals.

Ich habe nicht lange recherchiert, aber offenbar gabs 2005 mal Meldungen in der Presse, dass bis Ende 2006 eine “Digitale Krankenkarte” (nach deutschem Vorbild) ausgearbeitet würde, welche ab 2008 dann zum Einsatz kommen sollte.

Aha. Hab ich was verpasst? Vermutlich wurde die dringend nötige Digitalisierung von irgend einer politischen Aktion abgeschossen? Alle schrien wieder lauthals Datenschutz?

DATENSCHUTZ!
Ich sprach eine Schwester hier darauf an (also nicht meine Schwester, hehe, sonder der sagt man so). Fragte Sie, warum wir kein zentrales Infosystem haben, über welches wir Patientendaten abrufen können. Mit grossen Glubschaugen starrte sie mich an und meine “Jooo, wegen dem Datenschutz! Stelled sie sich vor, es gibt junge Frauen die z.B. abtreiben und das geheim behalten wollen. Oder die Medikamente, man könnte einfach die Medikamente oder Kurven einsehen!” – Aha.

Wenn unser sonst ja hochgelobtes Gesundheitssystem also so gut ist, dann ist dessen Administration aber noch im Mittelalter. Wenn man Schiss um die Daten hat, könnte man das ja mit Lese/Schreibrechten lösen, quasi einen Arzt autorisieren via OAuth, dass er Zugriff auf dieses und jenes von im Geforderte bekommt oder nicht. 

Nennen wir sie VitaCard?
Beginnen sollte man nicht Mal mit einer nationalen Lösung, sondern einer internationalen. Nennen wir sie VitaCard. Ich habe eine Nummer, alle meine Daten sind auf der Karte hinterlegt und werden bei Wohnortwechsel und dergleichen amtlich auf dem neusten Stand gehalten. Komme ich zur Reception eines Spitals oder einer Klinik, zücke ich meine VitaCard, sollte ich sie vergessen haben, kann ich mich auch mittels einer ID ausweisen und eine provisorische VC erstellen lassen.

Wenn der erste Arzt nun mit meinem Fall konfrontiert wird, sieht er die Telefonnotizen zu meiner Einweisung, allfällige Bemerkungen, welche an der Rezeption gemacht wurden und kann meinen ganze Krankenakte nach seinen Fragen absuchen. Anschliessend kann er Anweisungen machen, Bluttests und weissichwas, welche gezielt sind und so nicht unnötig Kosten verursachen (ich war mit einer Darmentzündung im Spital, warum musste ich meine Lungen in der Notfallaufnahme röntgen?).

Weitere Vorteile: ein mobiler Computer zeichnet Messdaten wie Blutdruck und Fieber direkt in die Aktie ein, die Messgeräte sind via USB an die Computer angeschlossen. Mittels einem iPhone-App kann ich für Ärzte regelmässig mit Alerts Dinge protokollieren, diese erscheinen automatisch in meiner Aktie. Auch von zu Hause aus könnte man das System füttern, Diabetiker protokollieren ihre Blutzuckerwerte, der Hausarzt sieht direkt an seinem Arbeitsplatz was geht.

Wahrscheinlich aber gibts das alles schon längst. In Japan zum Beispiel. Und wir warten mal wieder, “bis die Schweiz soweit ist” - 2030.

September 14, 2011Comments are off for this post.


Ich verlor meine Brille. Pro Sekunde werden weltweit etwa 9'523 Brillen verloren. Ich trug meine Sonnenbrille, die Korrigierte, ihr wisst schon. Und für später, abends, steckte ich die normale Brille noch in meinen Blazer. Diese Idee war bereits grundlegend dumm, meine Gehirnfunktion war aber dank einem bösartigen Migräneanfall arg eingeschränkt (arger als sonst).

Eine Stunde später bemerkte ich die fehlende Brille. Ich telefonierte anschliessend mit ungefähr sechstausend Fundbüros, Meldezentralen, Versicherungen und der russischen Mafia - erfolglos.

Dummerweise stand mir eine Hochzeit am Tag darauf bevor; nicht meine (ich könnte sie blind heiraten). Da ich dort den Abend nicht mit einer Sonnenbrille im Gesicht verbringen konnte, eilte ich tränenüberstömt zum Optiker und schilderte ihm die Lage. 

Dieser tat so, als hätte er total Mitleid und verpasste mir erstmal Linsen. Dummerweise nahm er die wieder raus und ich musste ihm vormachen, ob ich das auch kann. Gefühlte Stunden später schaffte ich das auch, meine Augen glichen dem roten Teppich von Cannes.

Am Tag darauf fiel es mir nicht unbedingt leichter, nach gefühlten achthundert Litern Prosecco bei Dämmerungseinbruch die Linsen wieder zu montieren: da die Hochzeitslokalität über WCs verfügten, bei welchen man, stand man vor dem Spiegel, mit einem sofortigen Tod durch eine zu schnell geöffnete Türe rechnen musste, liess ich’s dann bleiben und war froh, nicht alle Hochzeitsgäste so scharf sehen zu müssen.

Als ich mich dann anfangs Woche wieder beim Optiker meldete, wusste ich, dass ich Linsen zwar zum Essen mag, nicht aber als Sehhilfe. Abgesehen davon bin ich Grafiker. Und Grafiker tragen Brillen, basta. Der Optiker wollte mir nun teure neue Brillen andrehen. Ich liess aber nur die Gläser machen und besorgte mir anderswo eine. Nämlich bei Visilab. Die sind ganz nett und man zahlt auch keinen Urlaub nach Bali für zwei Personen für eine Brille.

Mein Optiker fand das natürlich alles sehr schade, spielte noch das eine oder andere doofe Spielchen mit mir, rechnete aber nicht mit meiner Traumfrau, die es schlussendlich hinbrachte, dass ich eine nöie Brille habe, die mir viel besser gefällt als die alte und ich lediglich für die Fassung 300.– zahlte. Geht doch. Wollt’s euch nur noch erzählen, keine Ahnung warum.

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