Mein 2015

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Dieses Jahr war gut, anstrengend, schwierig und grossartig zugleich. Ich schreibe das hier vordergründig für mich nieder, ihr dürft mitlesen wenn ihr mögt. Here we go:

Arbeit und Krankheit

Zu Beginn dieses Jahres 2015 arbeitete ich zuviel. Ich hatte in der Agentur einen sehr spannenden Job für einen grossen Schweizer Kunden gefasst (auch Gelber Riese genannt), bei dem es darum ging, unzählige Wireframes und HiFi-Mockups fertigzustellen. Eine hochspannende Angelegenheit, die jedoch viel Fleiss in der Detailausführung forderte. Die Zeit wurde immer knapper, der Präsentationstermin rückte immer näher und schlussendlich arbeitete ich beinahe 50 Stunden am Stück (ich schlief jeweils nur kurz dazwischen).

Obwohl während diese Zeit bereits alle Alarmglocken läuteten, lief am Präsentationstag alles gut. Einmal mehr hielt ich was ich versprochen hatte – doch meinem Körper war das einmal zuviel: in den darauffolgenden Wochen kämpfte ich darum, meinen Körper wieder gesund zu kriegen. Ich glaube ich habe mich noch nie so unglaublich krank und elend gefühlt wie zu Beginn dieses Jahres.

Auf diesem Sessel wartete ich auch Genesung

Noch im Spital schrieb ich eine Liste mit unzähligen Punkten, die zusammenfasste was ich alles ändern wollte, sobald ich wieder auf den Beinen war. Ich werde heute nicht die komplette Liste mit euch teilen, einige Punkte jedoch lauteten:

  1. keinen Alkohol mehr
  2. noch bessere Ernährung
  3. keine Überstunden mehr, Pensum überdenken
  4. mehr Sport
  5. gesundheitliche Therapie

Kaum war ich wieder einigermassen gesund und arbeitsfähig, begann ich meine Liste umzusetzen. Daraus entstanden dann auch einige Highlights dieses Jahres:

Kein Alkohol mehr seit einem Jahr

Bereits als Neujahrsvorsatz für das 2015 habe ich mir vorgenommen, komplett auf Alkohol zu verzichten – meiner Gesundheit und meinem Geisteszustand zuliebe. Keine Ahnung wieviel Geld ich mir damit in den letzten 12 Monaten zusammengespart habe, doch eins ist sicher: ein iPad Pro inklusive Tastatur und Stift kann ich mir locker damit leisten. Diesen Entschluss habe ich aus zwei Gründen gefasst: einerseits meiner Gesundheit zuliebe (aus gleichem Grund hörte ich damals vor 5 Jahren mit dem Rauchen auf). Andererseits meinem Geiste zuliebe. Meine Erfahrungen ohne Alkohol waren grossartig: es gibt diese Tage danach nicht mehr, man kann jederzeit (auch frühmorgens nach einer Feier) noch Auto fahren, es gibt keine Blackouts mehr, kein Kopfweh und Hangover mehr und das Beste: ich war und blieb immer ganz mich selbst und war immer zu hundert Prozent geistig anwesend. Das einzig Lästige daran: man muss sich immer wieder erklären, warum man jetzt keinen Alkohol mehr trinkt und gilt ab und zu auch als Spielverderber (vor allem bei älteren Bekannten / Verwandten). Insgesamt aber waren die Reaktionen sehr positiv und manchmal war sogar ein «Chapeau» dabei.

Kein Zucker mehr seit sechs Monaten

Meine Entdeckung dieses Jahres war tatsächlich, wie stark der ach so geliebte Zucker eine schädliche Wirkung auf meinen Körper hat. Erst kürzlich habe ich über diesen persönlichen Meilenstein gebloggt, der ausführliche Blogpost «Zucker ist ein Arschloch» sorgte damals und heute noch für viel positives Feedback aus der Community. Ich wurde im hiesigen Social Media Kuchen zu einem Mr. Zuckerfrei und werde noch heute immer wieder auf Artikel und Links zu diesem Thema aufmerksam gemacht. Und eine ganze Hand voll Freunde und Bekannte sind meinem Beispiel gefolgt und leben nun auch zuckerfrei. Das ist grossartig!

Während dem ganzen Dezember habe ich nun wieder Zucker konsumiert und ich bereue es bereits jetzt: ich bin wieder viel träger und müder geworden, unzählige Pickel und insgesamt eine unreine Haut machen sich bemerkbar. Ab dem 1. Januar bin ich ab sofort wieder streng zuckerfrei unterwegs.

Ich habe mein Arbeitspensum um 20% reduziert

Zu Beginn des Jahres habe ich meine Arbeitszeit um 20% reduziert. Ich wollte mehr von meiner Familie und weniger arbeiten. Das war vermutlich die beste Entscheidung, meine Kinder lieben den Papi-Tag so wie ich auch. Allerdings bin ich nicht sicher, ob ich meinen Arbeits-Output auch um 20% reduziert habe. Manchmal kommt es mir so vor, als ob ich einfach in die reduzierte Zeit einfach das volle Pensum quetschen würde. Ich reduzierte und kürzte Pausen. Sicher etwas, was ich im neuen Jahr verbessern möchte.

Mein Körper erhielt ein Sport- und Wellnessprogramm

Die Strecke von zuhause zum Bahnhof und zurück beträgt retour circa 8-9 km. Nicht viel, aber immerhin fuhr ich täglich mit dem Fahrrad und behielt meinen Körper etwas in Bewegung. Die Steigung auf dem Heimweg hat es zudem auch in sich. Ohne Elektro-Unterstützung, wohlverstanden. Zudem begann ich auch wieder mit dem Joggen im Frühjahr und war wenige Wochen nach meinem Spital-Aufenhalt wieder 10 km am Stück unterwegs. Obendrauf gönnte ich mir eine 14-täglich alternierende Naturheilärztliche Behandlung (Akku-Pressur kombiniert mit Fussreflexzonenmassage), welche immer sehr wohltuend und entspannend war.

Aktion Tubel-Trophy

Das Elend der abertausenden Flüchtlinge erreichte auch mich, obwohl ich weder Zeitung lesen noch Nachrichten schaue oder höre. Ich war froh, wurde ich angefragt, ob ich bei der Aktion Tubel-Trophy mithelfen möchte. Ich sorgte für ein Kampagnen-Logo sowie für eine simplen Website, welche die Aktion als Informationsmedium begleitete. Schlussendlich konnten dank der Aktion tausende Franken zugunsten der Schweizer Flüchtlingshilfe gesammelt werden – phantastisch.

Endlich ein neues Profilbild

Wer wie ich viel online unterwegs ist, der wird öfter virtuell als im Real Life wahrgenommen. Daher wollte ich schon seit längerer Zeit ein professionelles Profilbild. Eher per Zufall kam ich zu der Ehre, dass sich Mike von Merlinphotography die Zeit genommen hat, meine nicht ganz so fotogene Wenigkeit in ein gutes Licht zu rücken und mir endlich ein Profilbild zu erschaffen, welches meine Ansprüche sogar übertroffen hat. In diesen Zusammenhang bloggte ich auch gleich darüber, wie denn Das perfekte Profilbild aussehen könnte und welche Regeln es beispielsweise beim Beschnitt zu beachten gilt.

Ich startete mein persönliches WOW E-Mail

Schon lange stand auf meiner Bucket List, dass ich das Sharen von Links und Inspirationen in einer besseren, lesbareren und fokussierteren Form sammeln möchte. Im Oktober entschied ich mich dann spontan, dies via eines persönlichen wöchentlichen E-Mails zu tun. Unterdessen habe ich schon bald 10 Wochen lang ein solches WOW-Mail verschickt und das Echo ist überwältigend. Ich habe bereits jetzt unzählige Ideen, was ich im nächsten Jahr in dem wöchentlichen Mail noch bringen will, wer’s nicht verpassen möchte, kann sich WOW hier direkt abonnieren (ich werde keinen Spam verschicken, versprochen!): wow.davidblum.ch

 

Ich habe mal wieder was für mich kreiert
Natürlich tue ich viele Dinge nebenbei, die nichts mit meinem Job zu tun haben. Viele Nebenprojekte stecken noch in den Kinderschuhen oder sind bald erwachsen, so dass sie im nächsten Jahr in die weite Welt hinausgeschickt werden können. Doch es ist eine Weile her, dass ich einfach so ohne grosses Ziel was gemalt oder gestaltet habe. So kam es, dass ich es gerade noch in diesem Jahr hinkriegte, diese Illustration «The Escape» zu rendern, gestalten und zu illustrieren. Ein Making Of findet ihr auf meinem Behance-Profil.

Danke euch!

Ich danke euch allen, Ihr, die meine Posts liest, meine Links liked, meine persönlichen E-Mails abonniert habt und mir auch mal ganz intim ein Mail oder eine DM schreibt. Ich danke auch allen, die mich persönlich mit Kritik und Lob anspornen, weiter meine Ideen, meine Gedanken und Teile meines Lebens online zu teilen, mit dem Ziel, dass ich inspirieren und motivieren kann. Ich hoffe ihr seid auch im nächsten Jahr wieder dabei.

Liebe euch. Ein wenig.
David

Veröffentlicht von: David Blum in Read
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