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Mittwoch, 29. September 2010
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Ein Teil eines Giacobbos. Twitterer im Herbst auf Wintertour ins Theater. Kann man machen. Gerade heute, wo man heute ja gigabiteweise Podcasts rumtragen kann. Gerade auch heute, wo man selbst auf dem Fahrrad-Tachometer seine Serien gucken kann. Und selbst gerade heute, wo man längst die unbequemen Billigstsofas aus der IKEA durch eben die etwas teureren aus der IKEA ersetzt hat und auf dem iPad Angrybirds spielt. Heute, wo die Stimmbeteiligung prozentual in etwa mit den Theaterbesuchern mithalten kann.

Herr Giacobbo, über den man so auf Wikipedia liest «Giacobbo lebt in der Nähe von Winterthur. Über sein Privatleben ist wenig bekannt. Eine Zeit lang war er mit Nadja Sieger (Nadeschkin von Ursus & Nadeschkin) liiert», den man aus seinem (Spät)programm, dem Film »Ernstfall in Havanna» und heute Giacobbo/Müller kennt, lud als Verwaltungspräsident des Casinotheaters Winterthur in eben dieses Twitterer zum Sonderrabatt ein. Dazu muss man sagen, dass der @viktorgiacobbo eben auch twittert, und das, mit Verlaub so gut, dass ihm da Mike Müller kaum das Wasser oder Bier reichen kann (aber, hihi, ich liiiebe seinen Auftritt als HP Burri hier).

Zum Theaterstück schreibe ich nichts. Wobei doch, ich fand es gut, wahrscheinlich finde ich es nach einer Woche noch besser. Ich wurde unterhalten in einer Art und Weise, die halt eben für mich ungewohnt ist. Es lief keine Werbung zwischendurch, alle Schauspieler spielten ihre Rollen ohne Schnitt und Nachvertonung, die Sitze waren unbequem. Doch eben diese Unterhaltung ist ja gar nicht mal so schlecht, wenn man sichs überlegt. Es wurde eine Geschichte erzählt, die mir im Kopf blieb, vielleicht könnte ich sie sogar komplett nacherzählen. Ich werde doch mal wieder öfters in dieses veraltete Theater gehen. Nahm ich mir zumindest vor. Warum, weiss ich nicht genau. Vielleicht weil die Schauspielkunst so nackt auf der Bühne doch viel grösser ist, als sie auf den ersten Blick scheint? 

Nach dem Spiel gab es noch ein paar Runden Bier aufs Haus. Dabei erzählte uns Mike Müller, dass er bei Twitter den Lösch-Knopf noch nicht gesehen hätte. Er ist auch etwas ins Stocken geraten, so bei 11 Tweets. Vermutlich lässt er erstmal seinen Scherzfreund Viktor über diese digitale Spielwiese spazieren. 

Viktor erzählte, dass er einen Kater habe, man Frauen nach dem Schlitteln kennenlernen kann, über die nervigen Tuscheleien die man so als Prominenter täglich erlebt und vor allem in den Ferien zum Mond schiessen könnte, er erzählte vom Urwald und Orang-Utan-Babys, stellte uns den Mobilliar Chef vor (der bald mal auf seine Einfamillienhaus-Uhr guckte und gehen musste), besorgte uns Bier, fragte alle nach ihren Namen – es spielt keine Rolle welche Rolle er gestern gespielt hat, ich mochte den halbprivaten Gastgeber Viktor sehr. Danke, das war toll.

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