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Mein nächstes Projekt – Das Ateiler

Lesezeit: - Veröffentlicht am1. April 2018

Wer meinen Posts auf Twitter, Facebook oder Instagram in den letzten Jahren gefolgt ist, hat sicher bemerkt, dass ich mich beruflich und privat immer wieder verändert habe.

So begann ich vor zwei Jahren als Product Designer bei dem Venture Ticketfrog.ch und gestaltete bis heute eine Platform mit, die nicht nur den letztjährigen Best Of Swiss Web Meistertitel gewann, sondern auch dieses Jahr voll mit neuen Überraschungen durchstarten wird. Ja, wir waren fleissig in den letzten Monaten.

Diese Veränderung, vom Kunden-Auftragsgeschäfts-Designer zum Produkt-Designer hat mich viel gelernt und ich konnte meine Schwäche zum Perfektionismus teilweise abtrainieren. Vermutlich habe ich in den letzten beiden Jahren mehr im Bezug auf Interaction-Design und dessen Prozesse gelernt, als in den letzten 10 Jahren davor.

Privat habe ich immer wieder Experimente gemacht. Sei es der strikte Verzicht auf industiellen Zucker, Alkohol oder auch in dem ich ein Jahr lang jede Woche einen Newsletter namens WOW verschickte, in dem ich Design-Inspirationen an die Abonnenten schickte. Alle diese Projekte sind heute wieder ganz oder teilweise gestoppt, etwas Neues musste her.

So habe ich mich in meiner Freizeit in den letzten Monaten einem neuen Hobby gewidmet: FPV Drohnen fliegen und bauen. First Person View darum, weil auf der Drohne ein Videosender angebracht ist, der ein Live-Bild auf eine Video-Brille überträgt und man so fliegt. Ein grossartiges aber auch technisch sehr anspruchsvolles Hobby.

Ergänzend dazu startete ich auf Youtube letzten Herbst einen Kanal, auf welchem ich Drohnen reviewe und Tipps gebe. Bis heute habe ich über 30 Videos produziert und dabei auch wieder viel über das Sprechen vor der Kamera, Beleuchtung, Ton und allgemein Video-Technik und -Schnitt gelernt. Der Kanal weist heute bereits über 700 Abonnenten auf und meine Videos erreichen zum Teil über 20’000 Views.

Und jetzt, dachte ich mir anfangs dieses neuen Jahres. Was machst du als Nächstes?

Ich habe mich entschieden, von der digitalen Welt Abschied zu nehmen und dieses Mal werde ich weiter gehen, als ich jemals in meinen Digital-Detox Experimenten gegangen bin:

Ab August 2018 werde ich in Bern an der Aare mein Offline-Atelier als Grafiker eröffnen. Doch nicht etwa mit einem iMac, einer schnellen Internet, sondern so wie damals: mit einer gut assortierten Auswahl an Zeichenwerkzeug, Letraset, einer Leimmaschine, einem Leuchtpult, unzähligen Folien und einer analogen Hasselblad-Kamera.

Aufträge werde ich telefonisch oder perspönlich entgegennehmen. Einen Anrufbeantworter werde ich nicht haben, jedoch per Briefpost werde ich rund um die Uhr erreichbar sein.

Offerten gibt es nicht, mein Stundenansatz ist fix 300 Schweizer Franken, ich nehme nicht an Wettbewerben teil und ich werde manchmal auch nicht im Geschäft sein, wenn ich gerade mit meiner Hasselblad durch die Lauben Berns spaziere und für meine Fotoausstellung «Licht und Schatten» künstlerische Streetfotografie betreibe.

Aufträge werden so lange dauern wie sie dauern. Wunder etwas länger. Das Resultat wird sich sehen lassen, wird zeitlos und mit Herzblut eines waschechten Grafikers gezeichnet und umgesetzt sein. Ich melde mich telefonisch, wenn meine ersten Entwürfe so weit sind, dass ich sie zeigen möchte.

Als Atelier wird mir ein kleiner Raum im Restaurant Landhaus an der Aare, gleich beim Klösterlistutz dienen. Der Blick zum Fenster hinaus geht direkt auf die Untertorbrücke und die wunderschöne Altstad Berns. Der Raum ist mit wunderschönem Fischparkett ausgelegt und knarzt so schön, wenn ich dann ein paar Schritte von Schreibtisch zurückgehe, um mein Werk aus der Distanz zu betrachten.

Mein Atelier wird keinen witzigen Namen haben. Ich bin David Blum und so wird mein neues Unternehmen auch David Blum heissen. Ohne Schnickschnack. Ohne Schörkel. Wie damals.

Ab sofort nehme ich Aufträge entgegen. Vorerst noch via meiner Handy Nummer, die dann später auf mein Festnetztelefon umgeleitet wird: Nullneunundsiebzig Fünfhundertneunzig Fünfundneunzig Elf. Ruft nicht vor Neun Uhr an, Nachmittags auch nicht mehr ab 16 Uhr. Freitags bin ich nie da.

Lorem ipsum und eine gute Zeit. Man sieht sich hoffentlich mal wieder. Offline.

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David Blum

Mein nächstes Projekt nach WOW – flughund

Lesezeit: - Veröffentlicht am29. Dezember 2017

Vor etwas mehr als einem Jahr entschied ich mich, mein Projekt WOW – Weekly Outstanding Web – für immer einzustellen. Um Platz für ein nächstes Projekt zu schaffen, von welchem ich damals noch keine Ahnung hatte, was es sein würde.

Ich brauchte auch knapp ein Jahr um herauszufinden, was es denn sein könnte. Angesteckt hat mich Michael aka @Schnitzel, als er bei einem Summer-BBQ auf einer Dachterasse in Zürich seine Racing-Drohne auspackte und mir eine zweite Video-Brille in die Hand drückte: ich flog das erste Mal FPV.

Endlich fliegen

FPV heisst ausgeschrieben «First Person View». Der Begriff kommt daher, dass auf der Drohne eine Kamera angebracht ist, die ein Live-Video-Bild zurückschickt, welches dann der Pilot auf einer speziellen Video-Empfänger-Brille sieht und den Quadcopter alleine durch diese Sicht steuert. Man sitzt also gefühlt auf dem Flugobjekt und scheint somit selbst zu fliegen. Ein nur schwer beschreibbares Gefühl.

Nachdem mich das FPV-Fieber gepackt hat, kaufte ich mir für wenig Geld einen kleinen Spielzeug-Quadcopter für drinnen und war fasziniert. Darauf folgte bald ein etwas grösserer Spielzeug-Quadcopter und ich übte erstmal für ein paar Monate das Steuern eines Quadcopters. Das ist gar nicht so einfach, ehrlich.

Monate später flog ich dann zum ersten Mal selbst mit einem FPV-Quadcopter und Brille und war begeistert. Auch wenn ich viel crashte, es war einfach unbeschreiblich. Das FPV-Fieber hatte mich definitiv gepackt. Fliegen. Crashen. Basteln. Wiederholen.

Heureka!

Schon bald merkte ich, dass man in der FPV-Szene seine Flugvideos offenbar auf YouTube teilt und einige auch Produktbewertungen machen. Sofort merkte ich: das könnte mein neues Projekt sein!

Also startete ich unter meinem Piloten-Namen «flughund» meinen ersten offiziellen YouTube-Kanal, auf welchem ich auf Deutsch unterdessen vorwiegend Reviews zu Drohnen und Zubehör machte, im nächsten Jahr aber vermehrt auch meine Flugvideos teilen werde (sobald ich besser fliegen kann). Somit war mein neues Projekt geboren und ich konnte innert wenigen Monaten bereits 400 Abonnenten gewinnen, also etwa gleich viel, wie ich WOW-Leser in 12 Monaten gewonnen habe.

Das Produzieren von Review-Videos ist sehr aufwändig, doch das Filmen, Beleuchten, Schneiden und Publizieren macht mir, nebst dem FPV-Hobby selbst, bislang sehr Spass. Ich werde mal schauen, wohin mich dieses neue Projekt führt und wie lange ich dranbleiben werde.

Herzlich willkommen

Wer sich also für FPV, Drohnen und Technik interessiert und mich bei meiner neuen YouTube-Karriere begleiten möchte, den lade ich herzlich ein, meinem neuen Kanal youtube.com/flughund zu abonnieren. Oder meinen dazugehörigen Blog flughund.ch. Nachfolgend eine Auswahl meiner bisherigen Videos.

Ich wünsche euch allen bald einen guten Start ins neue Jahr und auf dass eure eigenen Projekte in Erfüllung gehen.

Euer David Blum aka flughund

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Auserlesene Videos

Mein letztes und wohl bestes Video, ein Review eines Schweizer Karbon-Frames:


In diesem Review quatsche ich über ein Produkt, welches ich physisch gar nicht vorliegen hatte, da es noch nicht erhältlich war. Resultat: 1200 Views in zwei Wochen.


Ein weiterer Hit, da ich ein Produkt als einer der ersten Reviewte, welches nun auf allen China-Drohnen-Onlineshops erhältlich ist: über 5100 Views in 30 Tagen.


Und hier noch ein ähnliches Phänomen: ein offenbar vielgekauftes Produkt welches ich ganz zu Beginn vor drei Monaten reviewte. Das Video wurde über 12'000 mal angeschaut bisher:

Dies als ein paar Beispiele. 2018 habe ich noch einiges vor. Wer mit dabei sein will, abonniert sich am besten gleich meinen YouTube-Channel. Happy flying!

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David Blum

Cooocoo Belloooo…

Lesezeit: - Veröffentlicht am18. Juli 2017

Nicht zum ersten Mal besuchten wir ferienhalber die Toscana. Neu war, dass wir in den Sommerferien verreisten und zur Premiere in einem Glamping-Zelt übernachteten. Wir wollten endlich einen Ort in Italien finden, wo wir die kommenden Jahre wieder hinreisen könnten. Denn meine Frau und ich, wir finden das Ferien-Planen nicht sehr erquickend. Und für die beiden Mädchen ist es sowieso toll, wenn sie die nächsten paar Jahre immer wieder zum gleichen Ort reisen können: sie kennen dann den Platz, die Wege und die Umgebung.

Und wir fanden unseren Traumcampingplatz: ausgerüstet mit Bungalows, Glamping-Zelten und Stellplätzen liegt er direkt am Meer. Ab nächstem Jahr wird er sogar noch einen Pool gebaut bekommen, für die Tage, an denen am Meer rote Fähnchen stehen.

Dieses Glaming sagte uns sehr zu: etwas Zelt-Abenteuer aber trotzdem ein Bad mit WC und Regendusche, ein grosses Doppelbett mit Mückennetz und für die Kids ein Etagenbett. Obwohl es tagsüber meist 30 Grad und mehr heiss wurde, war es unter den hohen Pinien sehr schattig und nachts angenehm kühl.

Nachdem wir nun unendlich viele Schiacciata, die toskanische Version der Foccachia, belegt mit Mortadella und dem typischen Butter verzeht, himmlische Frutti di Mare Salate gegessen haben und uns stundenlang am Meer von Strandverkäufern gefälschte Uhren, Strandtücher und Coccooo Bellooo zeigen liessen, hiess es nach zehn Tagen wieder Abschied nehmen. Ciao, fino alla prossima estate.

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David Blum

Forward Festival Zürich – geballte Inspiration

Lesezeit: - Veröffentlicht am20. Juni 2017

Bevor ich vom Forward Festival erzähle, kurz etwas vorneweg: Kunst und ich, wir leben in einer On-Off-Beziehung. Ich weiss noch genau, wie es damals war, als wir uns kennenlernten: als ich als Kind im Wohnzimmer alte ARTES-Bücher und andere Kunstpublikationen mit Neugier durchblätterte. Später gehörte Kunstgeschichte zur Theorie meiner Ausbildung zum Grafiker. Ich schloss dieses Fach an der Lehrabschlussprüfung mit Bestnote ab, da ich alle Jahreszahlen wichtigster Künstler und Gemälde stundenlang auswändig gelernt hatte. Wir hatten aber auch einen grossartigen Kunstgeschichte-Lehrer, Klaus Pressmann, welcher uns immer mit Herz und grosser Begeisterung die Welt der Kunst näher brachte.

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David Blum

Elon Musk als halber Visionär?

Lesezeit: - Geändert am 18. Juli 2017

Die Alte Tante NZZ unterstellt Elon Musk mit einem Artikel von Adrian Daub, nur ein halber Visionär zu sein und am Ende doch lediglich ein neues Telefon aus dem Silicon Valley zu zaubern. Elon Musk könnte man viel unterstellen, aber daran zu zweifeln, dass ein Visionär und Macher ist, scheint mir gar um des Klickbaits Willen geschrieben worden zu sein.

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Veröffentlicht von: David Blum in Read

David Blum

Eltern werden dauert ewig, grossartige zu werden etwas länger

Lesezeit: - Geändert am 19. Juni 2017

Es gab für mich nie Zweifel, ob ich jemals Kinder haben wollte. Das mag daran liegen, dass ich eine tolle Kindheit dank meinen lieben Eltern hatte. Und vielleicht auch daran, dass meine Mutter Kindergärtnerin war. Aber das mit dem Eltern werden, das war immer etwas Ungewisses.

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David Blum